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Historische Eckdaten

 
Ende der Antike
Anlage des Karlsweges

Der « Karlsweg » « Pavé de Charlemagne » ist die erste Spur menschlicher Aktivität auf dem Hochplateau. Der genaue Zweck des Baues ist unbekannt, wie auch die Identität ihrer Erbauer im Dunkeln liegt. Sie wurde perfekt an die jeweiligen Bodenverhältnisse angepasst und stellt sich zuweilen sogar als eine „Strasse auf Pfählen“ dar.

1444
Beginn bäuerlicher
Land-nutzung

Der erste Text der eine Beweidung im Wallonischen Venn erwähnt. Den Bewohnern von Robertville wird hierin die Beweidung dieses Gebietes mit ihren Herden gestattet. Ein Torfstich ist in den Schriften seit dem 16. Jahrhundert nachweisbar.

1566
Schon ein starkes Verkehrs-aufkommen

Erste Wegemarkierungen im Hohen Venn: die Panhaus-Säule und die Hauptmann-Säule. Die Hochebene wird von unzähligen Verbindungs-wegen, einfachen Wegen zur Nutzung oder Handelsrouten durchquert. Gasthöfe empfangen bereits die Reisenden.

1756
Grenz-streitigkeiten

Man versucht durch klare Abgrenzungen die unaufhörlichen Streitereien zu lösen, welche die benachbarten Dörfer für die Aufteilung der Nutzung (Torfstich, Beweidung....) des Hohen Venns anzetteln. Obwohl sehr unwirtlich, ist das Venn doch die Lebensgrundlage der angrenzenden Bewohner.

Um 1810
Errichtung der Baraque Michel

Die Gründung der Baraque-Michel. Ein Bewohner von Herbiester, einem kleinen Ort am Rande des Hohen Venns, baut eine Herberge an der häufig frequentierten Nord-/Südachse.

1838 wird unweit der Baraque-Michel die Kapelle Fischbach errichtet. Sie soll ursprünglich das Zentrum einer Bauernsiedlung werden, die man dort zu errichten wünscht, jedoch scheitert dieses Projekt.

 

 

Der Weg zum Naturschutzgebiet

1911

Vereinigungen zum Schutze des Hohen Venns

Die erste Vereinigung zur Erhaltung des Hohen Venns bildete sich 1911 . In dieser Zeit wird die Region gerade massiv mit Fichten bepflanzt, der Torfstich ist dabei, in die industrielle Phase überzutreten, an den Flüssen werden Stauseen gebaut und der Tourismus entdeckt das Venn.

 
1924
Bau von zwei Forschungs-Pavillons

1924 werden zwei Holzpavillons in der Nähe des Gasthauses Mont Rigi auf 674 Höhenmetern errichtet – sie bilden die erste Forschungsstation der Universität Lüttich.

Dort leben und forschen die ersten Wissenschaftler unter sehr einfachen Bedingungen für die nächsten 15 Jahre. Die Ergebnisse ihrer Arbeit bereichern unsere Kenntnisse bis heute. Die Rolle der Station ist ausschlaggebend für den langen Weg zum Naturschutzgebiet. Jetzt liefert die Station mit den dort bisher gemachten Erkenntnissen wichtige Beiträge zur Bewirtschaftung des Gebietes

Durch die Vereinigung Haute Ardenne und zahlreiche Fortbildungsveranstaltungen für Teilnehmer ab 20 Jahren werden die Forschungsergebnisse auch einem breiten Publikum zugänglich gemacht.

1935
Gründungs der Vennfreunde

1935 wird die Vereinigung der « Amis de la Fagne  » (Vennfreunde) gegründet. Sie hat sich zum Ziel gesetzt das Venn zu schützen und bekanntzumachen. Ihre Aktivitäten sind vielfältig: Information und Sensibilisierung, unter anderem durch die Herausgabe der Zeitschrift „Hautes-Fagnes“, geführte Wanderungen, Pflegemaßnahmen, Ankauf von Parzellen, um sie vor einer Nutzung zu bewahren, etc. Die Rolle dieser Vereinigung war ausschlaggebend für die Schaffung des Naturschutzgebietes im Jahre 1957.

 

Die Gründung des Naturschutzgebietes

 
1957
Die Gründung des Naturschutz-gebietes


Das Staatliche Naturschutzgebiet Hohes Venn ist das Ergebnis der gemeinsamen Bemühungen von Forschern, Naturfreunden und den Verantwortlichen der Forstverwaltung (ANF). Seit 1957 wurde die Fläche von 1.400 ha auf fast 4.500 ha ausgedehnt. Es ist grösstenteils Eigentum der Wallonischen Region und wird durch Geländeparzellen vervollständigt, welche durch die Region gepachtet oder die von Naturschutzvereinigungen verwaltet werden.

1971-1985
Entstehung Naturpark Hohes Venn - Eifel


Das Naturschutzgebiet ist darüber hinaus das Kerngebiet des Naturparks Hohes Venn – Eifel geworden, welcher im Jahre 1985 gegründet wurde und 72.000 Hektar umfasst. Obwohl sie sich ergänzen, ist der Schutzstatus des Naturparks und des darin enthaltenen Naturschutzgebietes sehr unterschiedlich. Das Naturschutzgebiet ist ganz dem Naturschutz gewidmet, während der Naturpark Naturbewahrung und wirtschaftliche Entwicklung der Region vereinbaren möchte.